Das Problem mit der Selbstliebe


Liebe dich selbst.

Liebe wer du bist.

Liebe deinen Körper.

Und wenn du dich nicht selbst liebst,

dann lern dich zu lieben.


Aber was ist, wenn ich selbst mein größter Kritiker bin?

Ein Kritiker der mich vielleicht erst dann lieben kann, wenn ich all seinen Forderungen nachkomme. Und wenn ich das schaffen, dann kann ich vielleicht leichter sagen: „Ich liebe mich selbst.“ - denn mein Kritiker ist still.


Aber ist das nicht seltsam?

Während wir anderen Menschen bedingungslos Liebe entgegenbringen, scheint es, als hätte die Liebe für das eigene Selbst andere Voraussetzungen. Selbstliebe ist strenger, ein Ideal, welches begehrenswert aber so abstrakt und fast utopisch erscheint. Wobei Selbstoptimierung als Mittel der Wahl der breiten Masse eine greifbare Utopie erschafft.

Das Streben nach einem Ideal, das Ideal das man lieben kann - gestaltet durch die harten Worte die wir zu uns selbst sagen.

Und ich - ich bin immer noch auf der Suche nach dem Wort „Ideal“ in Selbstliebe. Welches so viele Menschen scheinbar gefunden haben. Aber vielleicht ist es leichter ein Ideal zu lieben als sich selbst. Denn sich selbst zu lieben bedeutet sich selbst zu akzeptieren, als die Person die man ist und nicht die Person die man werden könnte.